Neuigkeiten der Kanzlei

Grundsteuerreform 2022

Wir informieren Sie darüber, was im Jahr 2022 mit der Grundsteuerreform auf Sie als Hausbesitzer, Mieter oder Firma mit Grundbesitz zukommt.

Neues Jahr - Neue Daten. Alle Grundstücke in Deutschland müssen in der Zeit von Juli bis Oktober 2022 neu bewertet werden!

Was müssen Sie beachten?

 

Das Jahr 2022 ist auch das Jahr der Grundsteuerreform.

Das Ziel der Reform ist es, mehr Gerechtigkeit in die Berechnung der Grundsteuer zu bringen. Die Berechnungsgrundlage basiert meistens auf sehr veralteten Daten, daher hat das Bundesverfassungsgericht geurteilt, dass die Grundsteuer reformiert werden muss. Als Folge werden im Jahr 2022 – voraussichtlich Mitte des Jahres -  alle Grundstücksbesitzer vom Finanzamt aufgefordert, eine Grundsteuererklärung abzugeben. Und das digital. Eine Abgabe auf Papier ist nicht möglich. Das bedeutet: Jeder Eigentümer muss eine Grundsteuererklärung abgeben. Für jedes Grundstück. Leider führt hier kein Weg an der Abgabe vorbei. Sie sind zur Abgabe verpflichtet.

Ab 2025 soll die Grundsteuer dann mit diesen Werten neu berechnet werden. Hintergrund der neuen Regelung ist, dass die bisherige Berechnung vom Bundesverfassungsgericht als verfassungswidrig eingestuft wurde. Bisher diente der Einheitswert als Bemessungsgrundlage. Für die Einheitswerte werden die Wertverhältnisse am 01.01.1964 herangezogen. Und dieser Wert entspricht einfach nicht mehr dem tatsächlichen aktuellen Wert. Deshalb ist nun die Neubewertung notwendig.

Alle Grundstücke müssen nun einmal neu bewertet werden und danach alle 7 Jahre. Dieser Grundsteuerwert soll jeweils den tatsächlichen Wert des Grundstücks wiedergeben.

Im Bundesmodell soll der Grundsteuerwert auf Basis des Bodenrichtwerts und der statistisch ermittelten Nettokaltmiete festgestellt werden. Zudem werden die Grundstücksfläche, die Gebäudeart und das Gebäudealter berücksichtigt. Allerdings gibt es eine Länderöffnungsklausel. Das bedeutet: Die Bundesländer müssen sich nicht an das Bundesmodell halten und können davon abweichen. Es wird also zu einem Flickenteppich an Regelungen kommen.

Die neuen Berechnungen treten dann für die Berechnung der Grundsteuer ab 01.01.2025 in Kraft. Bis dahin darf die alte Berechnung von den Gemeinden weiterhin angewendet werden. Das bedeutet, dass Sie ab 2025 die neue Grundsteuer an ihre Gemeinde bezahlen.

Die gute Nachricht: wir sind darauf vorbereitet und unsere Software auch. Wir werden alles daran setzen, Sie bestmöglich zu unterstützen. Bei uns finden Sie auch hilfreiche Checklisten.

Ab voraussichtlich Juni 2022 erhalten Sie von uns komfortable Hilfen, mit welchen Sie so einfach wie möglich Ihre Unterlagen zur Neubewertung der Grundstücke heraussuchen und digital zu uns übermitteln können. Alles weitere erledigen wir für Sie.

Sie haben Fragen hierzu? Wenden Sie sich gern an uns.